Beobachtbarkeit
Was ist Beobachtbarkeit?

Durch die Beobachtbarkeit können Sie Probleme schnell analysieren, diagnostizieren und beheben, ohne direkten Zugriff auf die internen Systemprozesse, indem Sie dessen Ausgaben wie Protokolle, Metriken und Ablaufverfolgungen messen. Durch das Sammeln und Interpretieren dieser Ausgaben können Unternehmen Probleme diagnostizieren, die Leistung überwachen und die Zuverlässigkeit in komplexen, verteilten Systemen sicherstellen. Die Beobachtbarkeit bietet einen detaillierten Einblick in den Status eines Systems unter allen Bedingungen und ermöglicht es Teams, auf unbekannte oder unerwartete Aktionen zu reagieren. Damit geht sie über die typische Überwachung hinaus.

Lesezeit: 12 Minuten 02 Sekunden | Aktualisiert: 9. Februar 2026

Inhaltsverzeichnis

    Was versteht man unter Beobachtbarkeit in modernen IT-Systemen?

    Beobachtbarkeit ist die Fähigkeit, den internen Zustand eines Systems durch die Analyse seiner Ausgaben zu verstehen und ein effektives Debugging zu ermöglichen. Heutige IT-Systeme sind oft komplex, verteilt und nutzen Technologien wie Microservices und serverlose Funktionen. Im Gegensatz zur herkömmlichen Überwachung ermöglicht die Beobachtbarkeit eine tiefergehende Untersuchung der Funktionsweise eines Systems, selbst wenn Probleme unerwartet auftreten. Sie ist auf umfangreiche Datenquellen angewiesen, wie zum Beispiel Metriken, Protokolle, Ereignisse und verteilte Traces.

    Das Besondere an Beobachtbarkeit ist, dass sie es Ihnen ermöglicht, neue und unerwartete Fragen zu Ihren Systemen zu stellen. Traditionelle Überwachungsmethoden basieren auf statischen Dashboards und voreingestellten Alarmschwellenwerten, um vordefinierte Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel: "Liegt die CPU-Auslastung bei über 90 %?". Beobachtbarkeit hingegen liefert detaillierte Daten, die dazu beitragen, neu auftretende Fragen zu beantworten, wie zum Beispiel: "Warum treten nach der letzten Bereitstellung nur bei Nutzern einer bestimmten iOS-Version in der EMEA-Region langsame Ladezeiten auf?".

    Die Fähigkeit, neue Fragen zu beantworten, ist entscheidend für die Bewältigung unerwarteter Probleme in komplexen Systemen. Man kann keine Benachrichtigung für ein Problem einrichten, das man noch nie zuvor gesehen hat. Beobachtbarkeit liefert Entwicklern die detaillierten Daten, die sie benötigen, um neue Probleme zu untersuchen, deren Ursachen über mehrere Services hinweg zu verfolgen und deren Auswirkungen auf das System zu verstehen. Sie geht davon aus, dass Fehler unvermeidbar sind, und stattet Teams mit Daten aus, um diese schnell zu analysieren.

    Moderne Beobachtbarkeit verknüpft die Systemleistung direkt mit den Unternehmensergebnissen. Durch die Kombination von Unternehmensdetails – wie der Warenkorb-ID oder dem Abonnementlevel eines Benutzers – mit technischen Daten wie einer langsamen API-Antwort kann Ihr Team direkt erkennen, wie sich technische Probleme auf die Unternehmensziele auswirken. Beispielsweise können Entwickler einen Datenbankfehler mit einem Anstieg von "fehlgeschlagenen Zahlvorgängen" in Verbindung bringen, die es ihnen ermöglichen, die finanziellen Auswirkungen eines Fehlers zu messen und die Behebung nach den geschäftlichen Auswirkungen und nicht nach der technischen Dringlichkeit zu priorisieren.

    Was sind die zentralen Datensignale eines beobachtbaren Systems?

    Die Kernsignale eines beobachtbaren Systems sind die Telemetriedaten, die erfasst werden, um sein Verhalten vollständig zu verstehen. Obwohl Beobachtbarkeit auf einem fundamentalen Trio basiert, gehen die heutigen Ansätze darüber hinaus, um den Herausforderungen zunehmend komplexer Systemarchitekturen gerecht zu werden.

    Die drei grundlegenden Säulen der Beobachtbarkeit sind Metriken, Protokolle und Traces:

    • Metriken sind numerische Zeitreihendatenpunkte, die über Intervalle aggregiert werden. Sie sind unerlässlich, um den Systemzustand im Laufe der Zeit zu überwachen und bieten schnelle Einblicke in die Leistung, die Ressourcennutzung (wie CPU oder Speicher) und die Fehlerraten. Metriken sind nützlich, um Dashboards zu erstellen, und bei bekannten Zuständen Warnmeldungen auszulösen.
    • Protokolle sind unveränderliche, mit einem Zeitstempel versehene Aufzeichnungen einzelner Ereignisse. Sie dienen dazu, Ereignisse mit umfangreichem, detailliertem Kontext zu erfassen, wie beispielsweise eine Fehlermeldung mit vollständigem Stack-Trace oder eine Aufzeichnung einer Benutzeranmeldung. Metriken zeigen an, dass ein Problem aufgetreten ist, während die Protokolle die Kontextinformationen liefern, die den Grund erklären.
    • Verteilte Traces zeigen den durchgängigen Weg einer Anfrage durch ein System. Traces bilden den gesamten Workflow ab, indem sie eine einzelne Benutzeraktion über mehrere Microservices, Datenbanken und APIs hinweg verfolgen. Dies ist von unschätzbarem Wert, um Latenzengpässe zu lokalisieren und Abhängigkeiten in verteilten Architekturen zu verstehen. In komplexen Cloud-nativen Umgebungen reichen die drei Säulen allein jedoch oft nicht aus. Massive Datenmengen und kurzlebige Services erschweren die manuelle Verknüpfung verschiedener Datentypen zur Ermittlung der Ursachen. Dies hat zur Entwicklung neuer Datensignale geführt, die tiefere Einblicke ermöglichen, darunter kontinuierliches Profiling und Unternehmensereignisse.
    • Das kontinuierliche Profiling hilft dabei, ressourcenintensiven Code zu identifizieren, indem die CPU- und Speichernutzung bis hin zur Funktions- oder Zeilennummer ständig analysiert wird. Es erklärt, warum ein Service langsam oder ressourcenintensiv ist, indem es Trace-Daten, die zeigen, wo Zeit aufgewendet wird, mit dem exakten verantwortlichen Code verknüpft.
    • Die Bedeutung von Unternehmensereignissen liegt in der Verknüpfung von technischer Leistung mit Unternehmensergebnissen. Indem man Aktionen mit hohem Wert wie „Warenkorb hinzufügen“ oder „Zahlung verarbeitet“ wie erstklassige Telemetrie handhabt, können Teams die geschäftlichen Auswirkungen (z. B. Umsatzeinbußen) technischer Probleme direkt messen und so eine datenorientierte Priorisierung ermöglichen.

    Wie implementiert man eine Beobachtbarkeitsstrategie?

    Beobachtbarkeitsstrategien nutzen Technologie, Standards und eine kulturelle Haltung, um das Systemverhalten zu verstehen. Bei Beobachtbarkeit steht die Entwicklung nachhaltiger Disziplin im Vordergrund, es geht nicht nur um die einfache Bereitstellung eines Tools.

    Moderne Beobachtbarkeit-Pipelines verknüpfen die Datenerzeugung mit Einblicken. Instrumentierung bedeutet, Anwendungs- und Infrastrukturcode so zu konfigurieren, dass er Telemetriedaten ausgibt. Eine Erfassungsebene (wie ein Agent) sammelt diese Daten und sendet sie an ein zentrales Verarbeitungs- und Speichersystem. Die Daten werden indexiert, korreliert und gespeichert. In der letzten Phase nutzen die Entwickler Abfragesprachen, Dashboards und Alarmsysteme, um Daten zu analysieren, Trends zu erkennen und Fehler zu beheben.

    Moderne Messtechnik basiert auf OpenTelemetry (OTel), einem Projekt der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) und Industriestandard. OTel vereint anbieterneutrale APIs, SDKs und Tools für Metriken, Protokolle und Traces. Ein wesentlicher Vorteil ist die Unabhängigkeit von einem Anbieter. Durch die einmalige Instrumentierung von Services mit OTel können Daten an jedes unterstützte Backend weitergeleitet werden, sodass Teams Analyseplattformen wechseln können, ohne den Anwendungscode neu schreiben zu müssen.

    Bei der Auswahl von Tools entscheiden sich Organisationen möglicherweise für eine integrierte Beobachtbarkeit-Plattform und Best-of-Breed-Lösungen. Eine integrierte Plattform bietet eine „zentrale Ansicht“, die automatisch Traces, Protokolle und Metriken für ein reibungsloses Debugging miteinander verbindet. Eine Best-of-Breed-Strategie ermöglicht es Teams, für jede Funktion, wie z. B. Protokollierung oder Tracing, das optimale Tool auszuwählen, erhöht aber die Komplexität der Integration und Wartung.

    Letztlich reicht Technologie allein nicht aus. Für den Erfolg der Beobachtbarkeit ist ein kultureller Wandel hin zu datenorientierter Neugier erforderlich. Anstatt lediglich auf Benachrichtigungen zu reagieren, sollten Entwickler in die Lage versetzt werden, Fragen zu stellen und „unbekannte Unbekannte“ zu erforschen. Dies fördert die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs-, Betriebs- und Unternehmensteams durch die Nutzung beobachtbarer Daten und einer Fehlerkultur ohne Schuldzuweisung, in der Vorfälle als Lernmöglichkeiten betrachtet werden.

    Beobachtbarkeit versus Überwachung: Was ist der Unterschied zwischen Beobachtbarkeit und Überwachung?

    Sowohl die Beobachtbarkeit als auch die Überwachung sind für die Systemzuverlässigkeit notwendig, dienen jedoch unterschiedlichen Zwecken. Bei der Überwachung werden etablierte Messdaten und Schwellenwerte verwendet, um bekannte Probleme zu erkennen, während bei der Beobachtbarkeit die externen Ausgaben eines Systems – Protokolle, Metriken und Ablaufverfolgung – analysiert werden, um auf seinen internen Status zu schließen und unbekannte Probleme zu finden. Durch die Überwachung können Sie auf Probleme regieren, sobald diese auftreten, während die Beobachtbarkeit Ihnen hilft, das Systemverhalten zu verstehen Sowohl die Beobachtbarkeit als auch die Überwachung sind für die Systemzuverlässigkeit notwendig, dienen jedoch unterschiedlichen Zwecken. Bei der Überwachung werden etablierte Messdaten und Schwellenwerte verwendet, um bekannte Probleme zu erkennen, während bei der Beobachtbarkeit die externen Ausgaben eines Systems – Protokolle, Metriken und Ablaufverfolgung – analysiert werden, um auf seinen internen Status zu schließen und unbekannte Probleme zu finden. Durch die Überwachung können Sie auf Probleme reagieren, sobald diese auftreten, während die Beobachtbarkeit Ihnen hilft, das Systemverhalten zu verstehen, um die Probleme zu verhindern und zu beheben.

    Hier ist eine detailliertere Aufschlüsselung:

    Überwachung:

    • Fokus: Verfolgt und zeigt Metriken an, gibt Warnungen für vorgegebene Situationen aus und bietet eine dynamische Ansicht des Systemstatus.
    • Ziel: Probleme schnell erkennen und beheben.
    • Daten: Verwendet hauptsächlich vordefinierte Metriken und Protokolldaten.
    • Beispiel: Verfolgt die Arbeitsspeicherauslastung, HTTP-Reaktionszeiten und den Festplatten-E/A, um Leistungsprobleme zu lokalisieren.

    Beobachtbarkeit

    • Fokus: Konzentriert sich auf Systemausgaben, um unbekannte Probleme aufzudecken und komplizierte Verhaltensweisen zu verstehen.
    • Ziel: Einblicke in das Systemverhalten zur proaktiven Problemerkennung und Ursachenuntersuchung entwickeln.
    • Daten: Sammelt Messdaten, Protokolle und Ablaufverfolgungen für eine vollständige Darstellung der Systemprozesse.
    • Beispiel: Verfolgt den Anforderungsverlauf über Microservices hinweg mithilfe verteilter Marker oder analysiert Protokolle, um Service-Fehlfunktionen zu ermitteln.

    Hauptunterschiede:

    • Bei der Beobachtbarkeit geht es darum, Fehler zu verhindern, bevor sie sich auf die Benutzer auswirken, während die Überwachung als Warnsystem fungiert.
    • Durch die Überwachung werden erkannte Fehler anhand etablierter Metriken behoben, während durch die Beobachtbarkeit Systemausgaben und -verhalten analysiert werden, um unbekannte Probleme zu finden.
    • Bei der Überwachung stehen einzelne Kennzahlen im Vordergrund. Die Beobachtbarkeit liefert dagegen ein umfassendes Bild des internen Systemstatus’.
    • Durch die Beobachtbarkeit ist eine umfassende Untersuchung der Grundursache möglich, indem der gesamte Kontext des Systems untersucht wird. Dagegen zeigt die Überwachung möglicherweise nur Fehler an, ohne einen ausreichenden Kontext bereitzustellen.

    Was sind die drei Säulen der Beobachtbarkeit?

    Die drei Säulen der Beobachtbarkeit

    Metriken, Protokolle und Ablaufverfolgung sind für die Analyse der Integrität, Leistung und des Verhaltens eines Systems von entscheidender Bedeutung. Die kombinierten Erkenntnisse aus jeder Säule liefern ein vollständiges Bild der Systemaktivitäten. Marker verfolgen den Anforderungsfluss verteilter Systeme, Metriken liefern numerische Daten zum Systemverhalten und zur Ressourcennutzung und Protokolle dokumentieren Systemereignisse. Diese Datentypen helfen Entwicklern und Betriebsteams bei der Analyse und Behebung von Fehlern und steigern so die Systemzuverlässigkeit.

    Metriken: Ein quantitatives Systemverhalten

    Metriken messen die Systemintegrität und das Systemverhalten numerisch. Diese aggregierten Daten helfen dabei, Muster zu erkennen, Alarmschwellenwerte festzulegen und den Ressourcenverbrauch zu verfolgen.

    • Zu den gängigen Messgrößen zur Überwachung der Systemleistung zählen CPU-Auslastung, Arbeitsspeicherverbrauch, Netzwerklatenz und Anforderungsraten.
    • Mithilfe von Metriken können Anomalien wie beispielsweise Spitzen bei der Ressourcennutzung ermittelt werden, die auf zugrunde liegende Probleme hinweisen können.
    • Ohne zusätzliche Datentypen können spezifische Probleme oder Grundursachen nicht allein durch Metriken identifiziert werden.

    Protokolle: Eine umfassende Systemereignisaufzeichnung

    Protokolle zeichnen Systemereignisse zu einem bestimmten Zeitpunkt auf. Sie liefern detaillierte Daten zur Systemaktivität zum Debuggen und zur Ursachenanalyse.

    • Protokolle können auf Fehler, Warnungen, erfolglose Datenbankanforderungen oder Authentifizierungsprobleme hinweisen.
    • Protokolle helfen Teams dabei, die Abfolge von Ereignissen zu identifizieren, die zu Systemausfällen oder Leistungsproblemen geführt haben.
    • Große Mengen an Protokolldaten in verteilten Systemen erfordern leistungsstarke Filter- und Indizierungstechniken, um nützliche Einblicke zu gewinnen.

    Ablaufverfolgung: Umfassende Verfolgung von Anfragen

    Marker verfolgen die Anfragen und Transaktionen verteilter Systeme. Sie zeigen, wie Services interagieren und wie lange Aktionen dauern, und sind daher für die Diagnose von Engpässen und Verzögerungen von entscheidender Bedeutung.

    • Eine Ablaufverfolgung kann den genauen Pfad einer Benutzeranforderung zwischen Microservices offenlegen und so die Latenz aufdecken.
    • Marker sind bei Microservices-Konzepten nützlich, um Leistungsengpässe und fehlgeschlagene Abhängigkeiten zu identifizieren, da eine einzelne Anfrage zahlreiche Services durchlaufen kann.
    • Die Implementierung einer vollständigen Instrumentierung über alle Services hinweg kann für eine effektive Ablaufverfolgung ressourcenintensiv sein.

    Welche Vorteile bietet die Beobachtbarkeit?

    Durch die Beobachtbarkeit werden die Systemleistung, Zuverlässigkeit, Benutzerzufriedenheit, betriebliche Effizienz und IT-Ergebnisse im Einklang mit den Geschäftszielen verbessert. Die Beobachtbarkeit bietet umfassende Einblicke in das Systemverhalten. Dadurch können Teams Fehler beheben, die Leistung optimieren und verhindern, dass Probleme die Benutzer oder die Geschäftsabläufe beeinträchtigen. Die wichtigsten Vorteile sind nachstehend aufgeführt:

     1. Bessere Fehlerbehebung und Problemlösung

    Schnellere Ursachenanalyse: Tools für die Beobachtbarkeit liefern detaillierte Daten, die Teams bei der Problemsuche unterstützen. Das reduziert das Rätselraten und beschleunigt die Lösung.

    Reduzierte MTTD und MTTR: Durch die Beobachtbarkeit wird die Fehlerbehebung beschleunigt, sodass sich die Teams auf Innovationen konzentrieren können.

    Proaktive Problemerkennung: Tools für die Beobachtbarkeit können Anomalien und mögliche Probleme erkennen, bevor sie sich auf Benutzer auswirken, sodass Teams diese beheben und Ausfälle verhindern können.

    Geringere Alarmmüdigkeit: Die Beobachtbarkeit reduziert irrelevante Alarme und konzentriert sich auf umsetzbare Meldungen. Kontextreiche Einblicke in die Anliegen steigern die Teameffizienz und senken das Burnout-Risiko.

     2. Bessere Systemleistung und Zuverlässigkeit

    Bessere Betriebszeit und Zuverlässigkeit: Durch die Beobachtbarkeit erhalten Teams Echtzeitzugriff auf die Systemleistung, um Engpässe zu erkennen und zu beheben.

    Leistungsoptimierung: Teams können Ineffizienzen finden und die Systemleistung optimieren, indem sie Daten, die Ablaufverfolgung und Protokolle auswerten.

    Schnellere Softwarebereitstellung im großen Maßstab: Durch die Beobachtbarkeit erhalten Teams umfassende Einblicke in die Systemaktivität und können Software so sicher und mit wenigen Unterbrechungen bereitstellen, aktualisieren und skalieren.

     3. Überwachung von Infrastruktur, Cloud und Kubernetes

    Moderne verteilte Systeme wie Cloud-Plattformen, On-Premises-Infrastruktur und Kubernetes-Cluster erfordern Beobachtbarkeit.

    Vorteil: Teams können die Ressourcennutzung maximieren, containerisierte Workloads verwalten und Services nahtlos skalieren.

    Mithilfe von Tools für die Beobachtbarkeit können Sie die Integrität von Kubernetes-Pods überwachen, fehlgeschlagene Bereitstellungen erkennen und die Kosten für Cloud-Ressourcen im Hinblick auf die Effizienz optimieren.

     4. Bessere Benutzererfahrung

    Durch die Verringerung von Ausfallzeiten, die Steigerung der Leistung und die Behebung von Problemen, bevor sie sich verschlimmern, sorgt die Beobachtbarkeit dafür, dass Programme stabil und reaktionsfähig bleiben und verbessert so das Benutzererlebnis.

    Benutzerzufriedenheit: Ein reibungsloseres, zuverlässigeres System erhöht die Benutzerzufriedenheit und -treue und verbessert die Kundenbindung und den Geschäftserfolg.

     5. Geschäftsanalysen

    Durch die Bereitstellung von Daten zur Entscheidungsfindung verbindet die Beobachtbarkeit den IT-Betrieb mit den Geschäftsergebnissen.

    Vorteil: Teams können technische Messdaten mit Unternehmens-KPIs wie Umsatz, Benutzerbindung und Kundenzufriedenheit verknüpfen.

    Mithilfe von Lösungen für die Beobachtbarkeit können Sie die Auswirkungen von Ausfallzeiten auf den Umsatz beurteilen und so Unternehmen die Möglichkeit geben, die Verbesserungen mit dem höchsten ROI auszuwählen.

     6. DevOps/DevSecOps-Automatisierung

    Beobachtbarkeitsdaten optimieren CI/CD-Pipelines, die Ressourcenskalierung und Incident-Response-Workflows und rationalisieren die Automatisierung. Reduziert den manuellen Aufwand und steigert die Effizienz.

    Verbesserte Sicherheit: Tools für die Beobachtbarkeit können Anomalien, verdächtige Aktivitäten und Sicherheitslücken erkennen und Teams dabei helfen, Bedrohungen zu verhindern und sich dagegen zu verteidigen.

     7. Verbesserte betriebliche Effizienz

    Die Beobachtbarkeit automatisiert Warnmeldungen, die Anomalieerkennung und Ursachenuntersuchungen, um Workflows zu optimieren. Das reduziert den manuellen Arbeitsaufwand und ermöglicht es den Teams, sich auf strategische Ziele zu konzentrieren, wodurch die betriebliche Effizienz verbessert wird.

     8. Wirtschaftlichkeit

    Durch die Beobachtbarkeit werden die Betriebskosten gesenkt, indem die Systemleistung verbessert, Ausfallzeiten verringert und die Ressourcennutzung optimiert wird. Durch die Suche nach ungenutzten Cloud-Ressourcen können Unternehmen Geld sparen, ohne Abstriche bei der Leistung zu machen.

     9. Vorteile der Datentransparenz

    Durch die Datenpipeline-Beobachtbarkeit können Teams die Datenqualität, -integrität und -konformität über die Systemleistung hinaus überprüfen.

    Wie sieht die Zukunft der Beobachtbarkeit aus – KI und Beobachtbarkeit?

    Zukunft der Beobachtbarkeit: KI und Trends

    KI, Automatisierung und neue Computerparadigmen prägen die Beobachtbarkeit, während die Systeme immer komplexer werden. Diese neuen Entwicklungen machen die Systemüberwachung und -verwaltung intelligenter, automatisierter und anpassungsfähiger. Hier sind die wichtigsten Entwicklungen.

    1. KI-basierte Beobachtbarkeit

    KI und maschinelles Lernen ermöglichen die Identifizierung und Vorhersage von Anomalien im großen Maßstab und revolutionieren so die Beobachtbarkeit.

    • Technologien für KI-basierte Beobachtbarkeit können Anomalien in Echtzeit erkennen, sodass Teams mögliche Probleme beheben können, bevor diese sich verschlimmern.
    • Vorausschauende Beobachtbarkeit: Modelle für maschinelles Lernen bieten proaktive Lösungen für Systemausfälle, Ressourcenknappheit und Leistungsengpässe, reduzieren Ausfallzeiten und verbessern die Zuverlässigkeit.

    Die KI-Beobachtbarkeit verbessert die Ursachenanalyse, verringert die Alarmmüdigkeit und stärkt Systeme.

    2. Neue Domänenbeobachtbarkeit

    Die Beobachtbarkeit nimmt zu, um serverlose, Edge- und IoT-Technologien einzubeziehen.

    • Serverlos und Kubernetes: Beobachtbarkeitslösungen passen sich an dynamische Kontexte wie Kubernetes und serverlose Architektur an und ermöglichen eine nahtlose Überwachung verteilter Systeme.
    • IoT und Edge Computing: Beim Edge Computing und für IoT-Geräte ist die Beobachtbarkeit zur Überwachung verteilter Infrastrukturen und Aufrechterhaltung der Datenintegrität über alle verbundenen Geräte hinweg von entscheidender Bedeutung.

    Moderne, dezentrale Systeme erfordern Beobachtbarkeit, die diese Fortschritte bieten.

    3. Automatisierung und Observability-as-Code-Integration

    Der Trend geht dahin, Beobachtbarkeit mit AIOps und Automatisierung zu kombinieren. Observability-as-Code-Methoden vereinfachen die Definition und Verwaltung der programmatischen Konfiguration von Beobachtbarkeit, harmonisieren mit DevOps-Workflows und verbessern die Skalierbarkeit.

    Wie transformieren HPE und OpsRamp die Beobachtbarkeit für Hybrid Cloud und KI?

    HPE und OpsRamp definieren die Beobachtbarkeit mit ihrem Hybrid Cloud-Management und ihrer KI-gestützten Betriebskompetenz neu. Ihre Allianz befasst sich mit den Herausforderungen der Verwaltung moderner IT-Umgebungen, die zunehmend über On-Premises-, Cloud- und Edge-Infrastrukturen verstreut sind. HPE und OpsRamp unterstützen Unternehmen beim Aufbau langlebiger, skalierbarer und effizienter Systeme, indem sie zuverlässige Beobachtbarkeit mit KI und Automatisierung integrieren.

    Verbesserte Hybrid Cloud-Beobachtbarkeit

    Die Verwaltung verteilter Workloads, die Interoperabilität und die Transparenz über heterogene Infrastrukturen hinweg sind einzigartig in Hybrid Cloud-Umgebungen. Die Lösungen von HPE und OpsRamp befassen sich mit diesen Problemen:

    • Ihre einheitliche Überwachungsplattform bietet Einblick in On-Premises-, Cloud- und Edge-Systeme und ermöglicht Unternehmen die Überwachung hybrider Cloud-Infrastrukturen über eine zentrale Schnittstelle.
    • Die Technologie von OpsRamp bietet umfassende Einblicke in den Zustand der Infrastruktur, die Ressourcennutzung und die Leistung in hybriden Umgebungen.

    Beobachtbarkeit durch KI 

    HPE und OpsRamp nutzen fortschrittliche KI, um die Beobachtbarkeit zu verbessern:

    • Proaktive Anomalieerkennung: KI ermöglicht die proaktive Anomalieerkennung in Hybrid Cloud-Systemen und verhindert so, dass mögliche Probleme den Betrieb beeinträchtigen.
    • Vorausschauende Analysen: Modelle für maschinelles Lernen schätzen den Ressourcenbedarf und das Systemverhalten und ermöglichen so eine proaktive Skalierung und Optimierung.
    • Schnellere Problemlösung: KI-basierte Ursachenuntersuchungen und automatisierte Fehlerbehebung verkürzen die MTTR und ermöglichen eine schnellere Wiederherstellung nach Vorfällen.

    Integration von Automatisierung mit AIOps

    Die Allianz legt den Schwerpunkt auf die Automatisierung des IT-Betriebs mithilfe von Beobachtbarkeit und AIOps:

    • Ereigniskorrelation: Die Technologie von OpsRamp verknüpft Beobachtbarkeitsdaten auf intelligente Weise mit Workflows im Incident Management, minimiert so Störungen und verbessert die Entscheidungsfindung.
    • Automatisierte Fehlerbehebung: KI-gestützte Tools ermöglichen es IT-Experten, sich durch die Automatisierung von Korrekturmaßnahmen auf strategische Projekte zu konzentrieren.

    Unterstützung für Edge Computing und IoT 

    HPE und OpsRamp bieten Transparenz und Verwaltung für massiv verteilte Edge-Computing- und IoT-Geräte. Das ist besonders wichtig für Unternehmen, die Daten und Workloads über verknüpfte Geräte und Remote-Infrastrukturen hinweg verwalten.

    FAQs

    Was ist ein einfaches Beispiel für Beobachtbarkeit in der Praxis?

    Ein Nutzer meldet einen langsamen Bezahlvorgang. Mit einer Plattform wie HPE OpsRamp können Entwickler eine einzelne Benutzeranfrage über alle Services nachverfolgen. Die korrelierten Daten von OpsRamp lokalisieren den eigentlichen Engpass – eine langsame Datenbankabfrage – anstatt nur eine allgemeine CPU-Warnung auszugeben. Die Bereitstellung kontextbezogener und umsetzbarer Antworten ermöglicht eine schnelle Behebung der Ursachen. Dies macht die Beobachtbarkeit zu mehr als nur einer einfachen Überwachung – zu einer intelligenten Problemlösung.

    Ist Beobachtbarkeit nur für Microservices und Kubernetes relevant?

    Nein. Obwohl Beobachtbarkeit für komplexe Systeme von entscheidender Bedeutung ist, kann sie in jeder Umgebung eingesetzt werden. HPE OpsRamp beispielsweise wurde für hybride IT-Umgebungen entwickelt und bietet detaillierte Transparenz für sowohl moderne Cloud-native Anwendungen als auch traditionelle monolithische Systeme. Es vereint alle Beobachtbarkeitsdaten und ermöglicht es Teams, neue Herausforderungen anzugehen und zu verstehen, wie alles zusammenhängt, unabhängig vom jeweiligen Setup.

    Worin besteht der Unterschied zwischen Beobachtbarkeit und Application Performance Management (APM)?

    APM stellt nur einen Aspekt der Beobachtbarkeit dar und konzentriert sich traditionell auf die Messung der Reaktionszeiten von Anwendungen. Moderne Beobachtbarkeitsplattformen wie HPE OpsRamp ermöglichen es, „unbekannte Unbekannte“ zu untersuchen. OpsRamp verknüpft Anwendungsdaten mit Infrastrukturänderungen, um unerwartete Ursachen aufzudecken. Es geht so über statische Dashboards hinaus und wird zu einer echten Untersuchung.

    Wie kann ich Beobachtbarkeit in meinem Unternehmen implementieren?

    Beginnen Sie mit einem wichtigen Service und setzen Sie HPE OpsRamp ein. Beginnen Sie mit der Erfassung von Metriken, Protokollen, Ereignissen und Traces mithilfe der Erkennungs- und Instrumentierungsfunktionen. Die AIOps-Engine von OpsRamp korreliert die Daten automatisch und liefert so schnelle und relevante Einblicke. Dies ermöglicht es Teams, schnell einen Mehrwert zu demonstrieren und Beobachtbarkeitspraktiken unternehmensweit mit einer einzigen Lösung zu skalieren.

    Ist die HPE OpsRamp Software-Suite ein vollständiges Beobachtbarkeitstool?

    HPE OpsRamp ist eine KI-basierte Plattform, die Ihnen vollständige Transparenz in Ihren hybriden IT-Umgebungen bietet. Es vereinheitlicht die Beobachtbarkeit von Infrastruktur, Cloud-Services und Anwendungen durch die Analyse von Metriken, Protokollen, Traces und Ereignissen. Die Ereignis-Management-Engine korreliert Daten, um intelligente Ursachenanalysen und Einblicke auf Service-Level zu ermöglichen und positioniert sich damit als starke Wahl für Unternehmen.

    Kann Beobachtbarkeit dazu beitragen, Systemausfälle vorherzusagen, bevor sie auftreten?

    Ja, HPE OpsRamp nutzt maschinelles Lernen, um Anomalien zu analysieren und Probleme wie Latenzspitzen oder ungewöhnliche Fehlermuster vorherzusagen. Dies ermöglicht die proaktive Behebung von Problemen, bevor Ausfälle Benutzer beeinträchtigen, und erhöht so die Systemstabilität und Produktivzeit.

    Wie funktioniert Datenkorrelation in der Beobachtbarkeit?

    HPE OpsRamp automatisiert die Datenkorrelation und nutzt Kontextinformationen wie Anforderungs-IDs, um Metriken, Protokolle und Traces miteinander zu verknüpfen. OpsRamp zeigt die spezifischen Traces und Protokolle eines Metrik-Spikes an. So werden isolierte Daten zu einer handlungsrelevanten Geschichte zusammengeführt, was die Ursachenforschung beschleunigt.

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