Ausweitung moderner Bankdienstleistungen auf alle digital aktiven Bürger Indiens

Der Staat Indien besteht aus 1,3 Milliarden Menschen, von denen mehr als die Hälfte jünger als 30 Jahre ist. Dank dieser jugendlichen Dynamik entwickelt sich Indien rapide zu einer globalen Wirtschaftsmacht, das Land hat jedoch nach wie vor mit Armut und Korruption zu kämpfen. Die State Bank of India (SBI) ist die größte und älteste Bank des Landes. Als staatliche Einrichtung hat sie auch einen gesellschaftlichen Auftrag, u. a. die Unterstützung der Initiative „Digital India“ zur Transformation Indiens in eine moderne, bargeldlose Gesellschaft. Darüber hinaus muss die SBI auch als Unternehmen effizienten Wettbewerb betreiben, die Aktionäre zufriedenstellen und gemäß den Kundenanforderungen neue digitale und mobile Bankdienstleistungen einführen. Um diese Ziele zu erreichen, hat die SBI selbst auch eine digitale Transformation durchgeführt. Durch eine Überarbeitung der IT-Stack-Architektur im Hinblick auf Wachstum, Effizienz und Agilität der nächsten Generation ist die SBI jetzt in der Lage, jedem indischen Bürger bei der Beteiligung an der florierenden Wirtschaft zu helfen.

Auf dem Weg zu einer „bargeldlosen“ Wirtschaft

Die Kampagne „Digital India“ fördert den Zugang zu Finanzdienstleistungen, finanzielles Engagement und finanziellen Wohlstand.

Indien hat 1,3 Milliarden Bürger mit einem Durchschnittsalter von 27,6 Jahren. Diese riesige, jugendliche Bevölkerung bewirkt, dass sich Indien zu einer regionalen und globalen Wirtschaftsmacht entwickelt. Das jährliche Wirtschaftswachstum lag zwischen 1997 und 2016 bei durchschnittlich 7 Prozent.

Dennoch bleibt Armut in Indien ein Problem, und bis vor Kurzem hatten vielen Inder kein Bankkonto, sondern verwendeten für die überwiegende Mehrheit ihrer Transaktionen Bargeld. Dies ändert sich nun durch staatliche Initiativen gegen Betrug und die Ausbeutung von Arbeitskräften in einer Parallelwirtschaft sowie zur Stärkung digitaler Effizienz. Das Ziel: alle Bürger an der florierenden Wirtschaft Indiens zu beteiligen.

  • „Der indische Premierminister hält die Bürger und Händler zum Einstieg in die digitale Welt an – zur Nutzung mobiler Banking-Anwendungen und Kreditkarten- statt Bargeldzahlungen – und möchte damit eine bargeldlose Gesellschaft aufzubauen.“

    Mrutyunjay Mahapatra, Deputy Managing Director und CIO, State Bank of India

Premierminister Narendra Modi rief 2015 die Kampagne „Digital India“ ins Leben, um die technologische Entwicklung zu fördern und Behördendienste online für die Bürger verfügbar zu machen. 2016 ersetzte das Land seine 500- und 1.000-Rupien-Scheine durch neu gestaltete und frisch gedruckte Banknoten. Dies veranlasste viele Bürger dazu, das erste Bankkonto ihres Lebens zu eröffnen und sich über elektronische Zahlungssysteme zu informieren.

Im Jahr 2017 führte Modi die Initiative weiter und hielt die indischen Bürger dazu an, eine Gesellschaft zu gründen, die „bargeldlos“ oder mit „weniger Bargeld“ auskommt. Er appellierte an die jungen Menschen, mindestens zehn Familien den Umgang mit mobilem Banking und E-Commerce-Technologien zu erklären, und ermutigte Tagelöhner, auf einer Bezahlung per Bank zu bestehen.

1,3 Mrd.

Bevölkerung Indiens

58 %

der Inder sind jünger als 30 Jahre und technisch versiert

> 90 %

der Käufe durch Verbraucher sind in Indien Bargeschäfte

Die größte Bank Indiens

Die staatliche SBI gehört zu den 50 führenden Banken weltweit und steht im Dienst der indischen Bevölkerung.

Die State Bank of India (SBI) wurde durch die Fusion mit fünf Partnerbanken im Jahr 2017 zu einer der 50 führenden Banken weltweit und zu einem Fortune Global 500-Unternehmen – mit einem Anstieg der Bilanzsumme auf ca. 33 Billionen ₹. Das Unternehmen operiert weltweit und hat 470 Millionen Kunden, 25.000 Niederlassungen, 54.000 Geldautomaten und 277.000 Mitarbeiter.

  • "Bei unserer Geschäftstätigkeit geht es um mehr als nur Banking, da sie sich in vielfältiger Weise auf das Leben der Menschen auswirkt. Die SBI wirkt als Sponsor und Teilnehmer bei Sozialhilfeaktivitäten in ganz Indien mit und wir engagieren uns umfassend für die Weiterentwicklung unserer Landes."

    Mrutyunjay Mahapatra, Deputy Managing Director und CIO, State Bank of India

Die SBI hat ihren Sitz in Mumbai, Maharashtra, und ist zu 51 Prozent im Besitz des indischen Staates. Die restlichen 49 Prozent werden an der Börse von Bombay öffentlich gehandelt. Die Bank hält im indischen Bankwesen einen Marktanteil von 27 Prozent und steuert 40 Prozent der bankbasierten Transaktionen und Zahlungen. Da sie sich aktiv an der Weiterentwicklung des Landes beteiligt, bietet die SBI gemeinnütziges Community Services Banking an. Arundhati Bhattacharya, die erste weibliche Vorstandsvorsitzende der SBI, wurde 2016 auf der Forbes-Liste der einflussreichsten Frauen weltweit auf Platz 25 geführt.

1806

Gründungsjahr

37

Länder, in denen SBI tätig ist

750 Mio.

Konten

Jahrhundertealte Einrichtung erfindet sich für das digitale Zeitalter neu

Die SBI hat sich den Anforderungen eines modernen Indiens verschrieben und ist daher offen für schnelles Wachstum und die digitale Transformation.

 

Der indische Subkontinent hat eine der ältesten Zivilisationen der Welt hervorgebracht – und dennoch ist etwa die Hälfte der Landesbevölkerung jünger als 30 Jahre.

Die SBI spiegelt diese Komplexität ebenfalls wider. Die mehr als zwei Jahrhunderte alte Bank musste sich neu erfinden, um für digital versierte junge Kunden interessant zu sein, die schnelle, zuverlässige und sichere mobile Zahlungsservices erwarten. Neue Services für Firmenkunden erfordern eine kurze Markteinführungszeit. SBI ist börsennotiert und muss als Unternehmen wettbewerbsorientiert agieren, um die Aktionäre zufriedenzustellen.

  • „Die indische Regierung geht die wirtschaftlichen Herausforderungen im Land aktiv an und die SBI unterstützt diese Bemühungen mit Bankkonten für Verbraucher und neuen Kanälen für digitales Banking. Zudem müssen unsere internationalen Services reibungslos funktionieren und gleichzeitig grenzübergreifend verschiedenen Aufsichtsbehörden gerecht werden.“

    Mrutyunjay Mahapatra, Deputy Managing Director und CIO, State Bank of India

Zur gleichen Zeit ist die Bank zu 51 Prozent in staatlichem Besitz und unterstützt die nationalen Strategien in puncto Bürgerservices. Als die Regierung eine Initiative ins Leben rief, mit der sichergestellt werden sollte, dass jeder Inder ein Bankkonto hat, entfielen 55 Prozent der daraus resultierenden Neukonten auf die SBI. Der Kontenbestand der Bank vergrößerte sich durch die Zusammenlegung mit mehreren Partnerbanken noch weiter und sie muss sich sowohl innerhalb Indiens als auch international auf anhaltendes Wachstum einstellen.

Die heutige SBI hat ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert und steht an der Spitze der digitalen Transformation des Landes. Dabei muss sie als moderne, agile Institution agieren, die im Dienste nationalen Wohlstands steht.

211-

jähriges Bestehen

Nr. 2

Indiens Rang bei Mobiltelefonnutzung weltweit

500 Mrd. $

Prognostiziertes Volumen der digitalen Zahlungsbranche in Indien bis 2020

Entwicklung zu einem Technologieunternehmen mit Banklizenz

Wachstum und digitales Banking erfordern eine IT-Transformation.

 

Explodierendes Wachstum machte in Kombination mit der Verbreitung neuer digitaler Kanäle eine IT-Transformation in einer Größenordnung erforderlich, wie es sie bei der SBI noch nie gegeben hatte. Der Kontenbestand der SBI vergrößerte sich durch staatlich verordnete Fusionen von 500 auf 750 Millionen und es zeichnet sich weiterhin anhaltendes Wachstum ab. Die Systeme der Bank müssen in der Lage sein, bis zu zwei Milliarden Konten und die entsprechende Datenzunahme zu bewältigen.

  • „Wir hatten unsere Infrastruktur immer auf dem neusten Stand gehalten, aber jetzt standen uns riesige Veränderungen bevor – und obendrein neue digitale Bereitstellungsmodelle –, sodass wir unsere Architektur und unsere Technologie-Roadmap völlig neu überdenken mussten.“

    Mrutyunjay Mahapatra, Deputy Managing Director und CIO, State Bank of India

Die SBI nahm sich vor, ihre zentrale Banking-Infrastruktur aufzurüsten, das Geldautomatennetzwerk zu modernisieren und das Sicherheitsniveau anzuheben. Das traditionelle Filialnetz der SBI ist zwar wichtig, aber jüngere Kunden erwarten digitale Services. Darüber hinaus sind derzeit nur ca. 140 Millionen der Mobiltelefone in Indien Smartphones. Daher benötigte die SBI eine hybride Infrastruktur, um allen Kunden ein reibungsloses Benutzererlebnis zu bieten.

Obwohl die SBI ihre Technologieinfrastruktur im Laufe der Jahre kontinuierlich aktualisiert hatte, musste das Rechenzentrum neu konzipiert und mit Leistungsmerkmalen der nächsten Generation ausgestattet werden, um wachstumsstarke digitale Services wie die mobile Geldbörse der SBI zu unterstützen. Aus diesen Gründen plante das Unternehmen, den eigenen IT-Technologiestack und die Architektur des Rechenzentrums so umzugestalten, dass die Kosten sinken und es mehr Anpassungsmöglichkeiten gibt.

50 %

Zunahme des Kontenbestands durch Fusionen im Jahr 2017

6

Banken, die mit der SBI verschmolzen

> 50 %

der indischen Internetbenutzer verfügen nur über mobilen Zugang

Zukunftsweisende Architektur bietet Skalierbarkeit, Stabilität und Sicherheit

Benchmark-Tests bestätigten eine Skalierbarkeit auf zwei Milliarden Konten.

 

Um den Anforderungen der nächsten Kundengeneration gerecht zu werden, führte die SBI eine neue Rechenzentrumsarchitektur ein und aktualisierte den IT-Technologiestack, um Wachstum und Agilität zu ermöglichen. Benchmark-Tests der bankeigenen zentralen Banking-Anwendung für das Inland auf der neuen HPE Plattform bewiesen, dass sich das System für sehr hohe Kundenzahlen skalieren lässt.

Die internationale Banking-Anwendung der SBI wurde auf einer neuen Architektur mit hoher Verfügbarkeit implementiert, die High Performance Computing und All-Flash-Speicher von HPE beinhaltet. Der virtualisierte Aufbau entspricht Bankenstandards weltweit und ermöglicht ein Datenbank-Hosting, das die Anforderungen jedes Landes erfüllt, u. a. durch zeitnahen zonenübergreifenden Datenabgleich.

  • „Durch die Zusammenarbeit mit HPE entwickeln wir bei der SBI unsere IT-Strategie und -Kapazität weiter, um diese jahrhundertealte Einrichtung an das digitale Zeitalter anzupassen. Die SBI war die Bank Ihrer Eltern – und wird auch die Bank Ihrer Kinder sein.“

    Mrutyunjay Mahapatra, Deputy Managing Director und CIO, State Bank of India

Die SBI arbeitet in puncto umfassendes Engineering mit HPE Pointnext-Beratern zusammen, um das physische Rechenzentrum umzugestalten. Sie ist eine der ersten Banken in Indien, die ein dreifaches Setup nutzen, um vollständige Redundanz zu erreichen. Ein primäres Rechenzentrum, eine Hot Site-Replik und eine Disaster Recovery-Einrichtung sorgen dabei für maximale Ausfallsicherheit. In Hyderabad wird derzeit auf einer Fläche von fast 4.000 Quadratmetern ein neues modulares Tier III-Rechenzentrum (99,982-prozentige Verfügbarkeit) mit 9 Megawatt gebaut.

Bei ihren wachstumsträchtigen mobilen Banking-Services arbeitet die SBI mit HPE und dessen Partner VMware zusammen, um eine stabile, skalierbare Private Cloud zu entwickeln. Die SBI implementiert zudem HPE Composable Infrastructure, um für Bankkassierer den Webzugang zum zentralen Bankingsystem zu aktualisieren und die Filialsicherheit durch biometrische Fingerabdruck-Scans bei Kassierern zu verbessern. Dieser Anwendungsfall geht schon in Richtung Internet der Dinge.

Gut aufgestellt für Wohlstand

Indem die SBI mehr Menschen in Indien digitale Banking-Services zugänglich macht, bietet sie den Bürgern Gelegenheit, von der Weltwirtschaft zu profitieren.

Neue Möglichkeiten im Banking beteiligen die 1,3 Milliarden Menschen in Indien an der florierenden Wirtschaft des Landes. Gleichzeitig trägt die neue hochverfügbare Infrastruktur der SBI dazu bei, dass die Bank neue Kunden aufnehmen und die Verbreitung von mobilem Banking deutlich steigern kann. Dies ergibt sich, weil die Infrastruktur weltweit enorme Skalierbarkeit, geschäftliche Agilität, Sicherheit und ein nahtloses Kundenerlebnis auf allen Bereitstellungskanälen der Bank ermöglicht. Durch SBI Buddy Wallet, die mobile Banking-Anwendung der SBI, wurden Geldüberweisungen, Einkäufe und das Bezahlen von Rechnungen in nur einem Jahr für mehr als 10 Millionen neue Benutzer verfügbar.

  • „Die digitale Transformation der SBI leistet einen Beitrag zur digitalen Transformation Indiens. Die Zukunft von 1,3 Milliarden Menschen hängt davon ab, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen. Daher setzen wir bei Beratungskompetenz und Technologielösungen der nächsten Generation auf HPE.“

    Mrutyunjay Mahapatra, Deputy Managing Director und CIO, State Bank of India

Die hochverfügbare Infrastruktur ermöglicht es der SBI, im Rahmen ihrer weltweiten Expansion auch Services für elektronisches Banking und elektronischen Handel zu hosten und gleichzeitig die Compliance-Anforderungen dutzender Aufsichtsbehörden weltweit zu erfüllen. Die neue modulare Architektur des Rechenzentrums lässt sich analog zum Ausbau der SBI-Geschäftstätigkeit flexibel erweitern, um Energieeffizienz und Anpassbarkeit an Marktanforderungen zu erreichen, die heute noch nicht absehbar sind.

SBI kann jetzt die Mitarbeiterproduktivität wieder ankurbeln, denn für jeweils zwei neuen IT-Mitarbeitern können zehn Bank- und Büroangestellte von operativen Aufgaben entlastet werden, die keinen Mehrwert bieten. Stattdessen können sie an zukunftsorientierten Marketinginitiativen arbeiten.

Seit ihren Anfängen an den Ufern des Flusses Indus vor tausenden von Jahren hat sich die indische Zivilisation immer wieder neu erfunden. Bei der aktuellen Entwicklung zu einem digital orientierten Indien, die durch die technologiegestützten Innovationen der SBI unterstützt wird, werden alle Bürger als aktive Teilnehmer in die globale Zukunft einbezogen.

2 Mrd.

geprüfte Kontenkapazität

3,5 Mio.

neue Konten in drei Wochen hinzugefügt

229 %

mehr SBI Buddy Wallet-Benutzer im letzten Jahr

Die Lösung

Seit 2002 setzt die SBI auf HPE, um Technologieupgrades ohne ungeplante Ausfallzeiten zu erhalten. Vor Kurzem hat HPE Pointnext Einrichtungsservices für das neue SBI-Rechenzentrum in Hyderabad bereitgestellt. Hochverfügbare Infrastrukturlösungen von HPE – z. B. HPE Synergy, 3PAR All-Flash Storage, HPE XP7 Storage für drei Standorte umfassende Disaster Recovery sowie Superdome-Server – bieten skalierbare Performance für die geschäftkritischen Anwendungen der SBI.