HPE Slingshot Interconnect

Ein High-Performance-Netzwerk für HPE Cray Supercomputer und HPE HPC-Cluster für das Supercomputing in der Exascale-Ära, bei dem verschiedene Simulations-, Modellierungs-, KI- und Analyse-Workloads auf einem einzigen System vereint werden.

Supercomputing-Leistung und Interconnect-Funktionen für Ihre HPC-Umgebung

HPE Slingshot Interconnect ist Ethernet-kompatibel und ermöglicht die direkte Ausführung von Cloud-ähnlichen und konvergenten Workloads in einer High Performance Computing-Umgebung. Cloud-, KI- und IP-basierte Anwendungen und Frameworks können ohne Änderung auf HPE Slingshot ausgeführt werden. Dies ermöglicht einer neuen Klasse von Benutzern die Umstellung von traditionellem Cloud-basiertem Computing auf Supercomputing und damit die Nutzung der Leistung, Funktionalität und Skalierbarkeit von Supercomputern.

Mehr als 1,2 Milliarden Pakete pro Sekunde pro Port

Eine hohe Rate kleiner Pakete ist eine immer wichtigere Messgröße für viele Anwendungen. HPE Slingshot unterstützt Verbindungsgeschwindigkeiten von 200 Gbit/s und sorgt für höchste Leistung bei der Übertragung kleiner Pakete über Standardverbindungen, mit mehr als 1,2 Milliarden Paketen pro Sekunde pro Port (600 Millionen Pakete pro Sekunde in jeder Richtung). Das HPE Slingshot Interconnect-Netzwerk bietet hohe Paketraten bei IP-, Messaging- und Remote-Memory-Zugriff.

Kontrolle der Zuordnung von Netzwerkbandbreite

Die Fähigkeit zum Management von Netzwerkressourcen ist in Scale-out-Rechenzentren hoch entwickelt, aber in vielen HPC-Systemen nicht vorhanden. HPE Slingshot bietet systemweite QoS-Klassen (Quality of Service). Damit kann die Zuordnung der Netzwerkbandbreite kontrolliert werden. Einzelne Jobs können unterschiedlichen QoS-Klassen zugeordnet werden. So lässt sich sicherstellen, dass Jobs mit hoher Priorität die Netzwerkressourcen erhalten, die sie benötigen. Es können sogar mehrere Klassen unterschiedlichen Datenverkehrsklassen (z. B. Masse vs. geringe Latenz) innerhalb eines Jobs zugeordnet werden.

Routing des Datenverkehrs durch das Netzwerk

Statt den Datenverkehr entlang eines vorgegebenen Pfads zu leiten, ermöglicht HPE Slingshot das intelligente und dynamische Routing von Paketen auf der Basis der Netzwerklast. Die Route wird anhand von globalen Echtzeitinformationen zur Last ermittelt, von der Hardware erfasst und an die Switches verteilt. So ist ein aktueller Überblick über die Pfade verfügbar, die genutzt oder vermieden werden sollten. Dieser verbesserte Ansatz erlaubt sowohl das adaptive Routing von geordneten Paketflüssen als auch das paketweise adaptive Routing von Datenverkehr, der kein geordnetes Routing erfordert.

Begrenzung der Auswirkungen einer Netzwerküberlastung

HPE Slingshot nutzt einen innovativen Mechanismus für das Überlastungsmanagement, der für eine starke Leistungsisolation zwischen Workloads sorgt und so die Auswirkungen fehlerhafter Anwendungen auf den Produktionsdatenverkehr und Systemservices verringert. Das Überlastungsmanagement wird automatisch in der Hardware durchgeführt, die schnell die Quellen der Überlastung ermittelt und deren Eingang begrenzt, während der übrige Datenverkehr weiterhin übertragen wird. Der Mechanismus ist stabil, schnell zu konvergieren, zuverlässig bei einer Vielzahl verschiedener Datenverkehrsmuster und für die hochdynamischen Kommunikationsmuster geeignet, die bei den HPC- und konvergenten Workloads von heute zu finden sind.

Einfache Schnittstelle zu Ihrer Rechenzentrumsinfrastruktur

Um die Interoperabilität mit Datenspeicherarchitekturen und Rechenzentren zu verbessern, ist HPE Slingshot Ethernet-kompatibel. Dadurch können HPE Slingshot-Switches eine direkte Verbindung zu Ethernet-basierten Datenspeichergeräten von Drittanbietern sowie zu Ethernet-Netzwerken in Rechenzentren herstellen. Die auf HPE Cray Supercomputern und HPE HPC-Clustern ausgeführten Anwendungen können IP-/Ethernet-Datenverkehr direkt mit der Außenwelt austauschen. So ist eine einfachere und effizientere Aufnahme von Daten aus externen Quellen möglich – und dieser Aspekt gewinnt in einer in hohem Maße vernetzten und datenorientierten Welt immer mehr an Bedeutung.

Minimierung von Switch-to-Switch-Hops – selbst in größeren Netzwerken

Der 64-Port-Switch mit hohem Radix von HPE Slingshot kann in Verbindung mit der Dragonfly-Topologie auf mehr als 250.000 Endpunkte mit maximal drei Switch-to-Switch-Hops zwischen Endgeräten skaliert werden. Dieses Netzwerk mit geringem Durchmesser sorgt nicht nur für Latenzverbesserungen bei größeren Installationen, sondern reduziert auch die Zahl der Netzwerkgeräte und -kabel sowie die Kosten für Energieversorgung und Kühlung. Es vereinfacht außerdem die Nutzung innovativer adaptiver Routing-Algorithmen, die zu einer höheren Anwendungsleistung beitragen.

HPE Slingshot Interconnect-Lösungen für HPC-Netzwerke

HPE Slingshot Interconnect bietet die Leistung, Skalierbarkeit, Konnektivität und Gesamtkostenvorteile, die für die anspruchsvollsten HPC- und Scale-out-Ethernet-Anwendungen benötigt werden. Die Lösung ist in zwei Formfaktoren verfügbar und unterstützt luft- und flüssigkeitsgekühlte HPE Cray Supercomputer sowie luftgekühlte HPE Cray Supercomputer und HPC-Cluster.

  • Branchenführende Leistung und Skalierbarkeit
  • 100 GbE- und 200 GbE-Schnittstellen
  • 64 Port-Switch mit hohem Radix und 12,8 Tb/s Bandbreite
  • Skalierbar auf >250.000 Host-Ports mit maximal 3 Hops
  • Innovatives hardwarebasiertes Überlastungsmanagement, adaptives Routing und Quality of Service
  • Ethernet-Standards und -Protokolle plus optimierte HPC-Funktionalität
  • Link Level Retry und Forward Error Correction mit geringer Latenz
  • Standardisierte offene API-Management-Schnittstellen

Weitere Informationen zur Nutzung der HPE GreenLake Cloud

Die gesamten HPE GreenLake Cloud Services sind über eine einheitliche Steuerungsebene erreichbar. Sie bietet ein konsistentes, offenes und erweiterbares Cloud-Betriebserlebnis für alle Ihre Services und Benutzer – ganz gleich wo sich Workloads und Daten befinden.