Ein Schwermaschinenhersteller nutzt das industrielle IoT, um Systemausfallzeiten bei Kunden um 60 Prozent zu verringern

In die Geräte von Kaeser Kompressoren integrierte Maschinensensoren ermöglichen Echtzeitanalysen, die Systemausfälle vorhersagen und verhindern, noch bevor diese auftreten können. So sicherte sich Kaeser einen Wettbewerbsvorteil, da die Kunden dadurch besser betreut werden und ihre Zufriedenheit steigt.

Kaeser Kompressoren

Kaeser Kompressoren ist einer der weltweit führenden Hersteller und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rund um das Thema Druckluft. Das Unternehmen bietet Produkte, Services und Komplettsysteme für die Erzeugung, Aufbereitung sowie Verteilung von Energie in Form von Druckluft. 

Videowiedergabe
2:04

Das 1919 als Maschinenbaufabrik gegründete Unternehmen Kaeser hat zwei Fertigungsstandorte in Deutschland. Zu den Kunden zählen Fertigungsunternehmen in praktisch allen vertikalen Branchen, einschließlich der Erdöl- und Erdgasindustrie, der Baubranche sowie des Transport- und Verteidigungswesens. Zu den Innovationen des Unternehmens gehören Lösungen für die vorausschauende Analyse und Kompressorsysteme mit erheblich reduzierten Emissionen.

1919

gegründet

5.500

Mitarbeiter

Ausfallende Teile, teure Ausfallzeiten

Jedes Mal, wenn ein Produktionssystem in einem industriellen Prozess ausfällt, sorgt dies für einen besorgniserregenden Welleneffekt. Ganze Produktionsprozesse werden angehalten.

Im weiteren Prozessverlauf unterbrechen solche Ausfälle häufig die Betriebsleistung, wodurch wiederum Produktionsketten von der Beschaffung über die Inventarisierung bis zum Vertrieb auf den Kopf gestellt werden. Das Resultat: deutliche Rückgänge des Umsatzes und der Kundenzufriedenheit. Eine weitere Auswirkung sind ungeplante Kosten, die entstehen, wenn Serviceteams entsendet werden, um den Fehler zu beheben.

Kaeser Kompressoren suchte nach einer Möglichkeit, seine Kunden vor den schädlichen geschäftlichen Auswirkungen ungeplanter Ausfälle von Teilen und Systemen in seinen installierten Kompressoren zu schützen. Das Unternehmen entwickelte eine Lösung, die sich auf das industrielle Internet der Dinge (IIoT) stützt.

Beim IIoT geht es nicht nur um Technologie. Es geht auch darum, Daten zu erfassen, die für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden wichtig sind, Einblicke in diese Daten zu erhalten und diese Einblicke zu nutzen, um die Geschäftsergebnisse zu verbessern.

Falko Lameter
CIO, Kaeser Kompressoren

Vorhersagen von Ausfällen, Verhindern von Ausfallzeiten

Dank des bahnbrechenden Potenzials des industriellen IoT verfügt die Ausrüstung von Kaeser Kompressoren über Sensoren zur Erfassung wichtiger Umgebungs- und Leistungsdaten wie Temperatur, Feuchtigkeit und Vibration.

Die Daten werden direkt und in Echtzeit an ein System übertragen, das eine laufende vorausschauende Analyse durchführt, um festzustellen, ob ein Teil versagen könnte. Kaeser kann dadurch fehlerhafte Teile ermitteln und im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Wartung austauschen. So lassen sich unerwartete, kostspielige Ausfälle in den Produktionsanlagen der Kunden vermeiden.

Da seine bisher verwendete SAP-Anwendung nicht die Anforderungen von Industrie 4.0/industriellem IoT erfüllte, rüstete Kaeser auf SAP HANA auf HPE Servern auf, um diese Lösung implementieren zu können.

Wir gewinnen nun schnellere, umfassendere Echtzeit-Einblicke und haben unsere globale Lieferkette besser im Griff. Deshalb können wir die Verfügbarkeit und die Effizienz unserer Druckluftkompressoren erhöhen und so die Kundenzufriedenheit optimieren.

Falko Lameter
CIO, Kaeser Kompressoren

Verringerung von Ausfallzeiten um knapp zwei Drittel

Durch Maschinenanalysen in Echtzeit wird ein schnellerer Einblick in den Status der installierten Druckluftkompressoren möglich. Damit hilft Kaeser den Kunden, Gerätefehler vorherzusagen und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

Das Ergebnis war eine 60-prozentige Verringerung ungeplanter Systemausfallzeiten und teurer Notfall-Servicearbeiten. Damit konnte das Unternehmen sich durch die Verbesserung seines Kundenservice – und letztendlich der Kundenzufriedenheit – einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Die Möglichkeit, das Ausfallrisiko exakter vorherzusagen, erlaubt Kaeser außerdem ein effizienteres Inventarmanagement. Das Ergebnis: geschätzte jährliche Einsparungen von 10 Millionen Dollar für Störungsbehebungen, weil das Unternehmen besser vorhersagen kann, welche Geräte eine Störungsbehebung brauchen. Diese Einsparungen setzen Kapital frei, das in geschäftliche Innovationen und Produktverbesserungen investiert werden kann, die Mehrwert für Kunden schöpfen.

Als Nebeneffekt gewinnt Kaeser Erkenntnisse zum Produktdesign. So kann das Unternehmen Designänderungen vornehmen, um künftige Gerätefehler zu reduzieren.

60 %

Reduzierung ungeplanter Geräteausfallzeiten für Kaeser-Kunden

28,5 %

Reduzierung des Druckluftenergieverbrauchs für Baustoffproduzenten1

30.000

jährliche Einsparungen bei Farbenherstellern2

Wir haben diese neue IIoT-Infrastruktur auch dazu genutzt, ein Air-as-a-Service-Geschäftsmodell umzusetzen. So konnten wir die Kosten von CapEx zu OpEx verlagern.

Falko Lameter
CIO, Kaeser Kompressoren

Die Lösung

Kaeser rüstete auf SAP HANA auf HPE ConvergedSystem 900 und Superdome X-Servern auf. Das Unternehmen migrierte seine SAP Business Suite-Software auf fünf HPE AppSystems für SAP HANA, um neue Geschäftsprozesse in der gesamten Organisation zu orchestrieren, das Lieferkettenmanagement zu verbessern und die Leistung von Big Data-Analysen nutzen zu können.